14 Stunden mit dem Bus von Avranches nach Korbach
3. Dezember 2025
Deutsch-französischer Austausch: Knapp 100 Schülerinnen und Schüler im Korbacher Rathaus begrüßt
Vierzehn Stunden Busfahrt – so weit ist der Weg von Avranches nach Korbach. Doch als die rund 50 französischen Schülerinnen und Schüler mit ihren vier Lehrkräften beim Empfang im Korbacher Rathaus eintrafen, wirkten sie wach, neugierig und voller Vorfreude auf die gemeinsame Woche. Gemeinsam mit ihren deutschen Austauschpartnern der Alten Landesschule – Schülerinnen und Schüler aus der 8., 9. und 10. Klasse – füllten sie den Sitzungssaal: fast 100 Jugendliche, die den Raum mit einem bunten Mix aus Deutsch, Französisch und leisen Gesprächen belebten.
Begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeister Stefan Kieweg, der die Jugendlichen willkommen hieß. Er berichtete, dass er selbst 1988 an einem Austausch teilgenommen habe – eine Erfahrung, die ihn bis heute begleitet. „Solche Begegnungen schaffen Freundschaften, die bleiben“, sagte er und betonte, wie wichtig der Austausch für die Verbindung zwischen Korbach und Avranches sei. Den Lehrkräften der Alten Landesschule dankte er ausdrücklich für ihr Engagement. Auch auf den geplanten Gegenbesuch in Frankreich in einem Jahr freue er sich schon jetzt.
Für einen besonders herzlichen Moment sorgten drei deutsche Schüler der ALS: Fynn Hölscher, Jonah Schmidt und Mathis Schneider, die die französischen Gäste auf Deutsch und Französisch begrüßten. Ein bisschen Lampenfieber war zu erkennen, aber vor allem Stolz, diese Rolle übernehmen zu dürfen. Das Publikum reagierte mit Applaus.
Die französische Lehrerin Sonia Quiviger aus Avranches sagte später, ihre Gruppe fühle sich „sofort wohl“ in Korbach. Einige Schülerinnen und Schüler seien schon früher zu Besuch gewesen, andere erleben Deutschland zum ersten Mal. Während der Woche wohnen alle Gäste bei Korbacher Familien – eine ideale Gelegenheit, Sprache und Alltag hautnah kennenzulernen.
Mit im Sitzungssaal stand auch Hans-Henning Segler, Sprecher des Korbacher Freundschaftskreises der beiden Städte und seit Jahrzehnten eng mit der Partnerschaft verbunden. Er betonte, wie wichtig diese persönlichen Begegnungen seien: „Freundschaft zwischen zwei Städten entsteht nicht auf dem Papier – sie entsteht, wenn Menschen sich treffen, und miteinander reden“, sagte er.
Zum Auftakt der Woche trugen sich alle Gäste in ein Gästebuch der Stadt ein. In den kommenden Tagen stehen Besuche verschiedener Weihnachtsmärkte, ein Ausflug nach Marburg und zahlreiche Aktivitäten mit den deutschen Partnern auf dem Programm. Dabei wird sicher viel Deutsch, viel Französisch – und manches in einer kreativen Mischung dazwischen – gesprochen werden.
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Unbekannte sind in eine Grundschule eingebrochen und haben Tablets im Wert von mehreren tausend Euro erbeutet. Der Einbruch soll sich nach Polizeiangaben zwischen Freitagabend, 16. Januar, und Samstagnachmittag, 17. Januar, ereignet haben. Wie die Polizei mitteilt, betraten die Täter in dem Ortsteil im Landkreis Kassel mutmaßlich in diesem Zeitraum das Schulgelände. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gelangten sie über eine unverschlossene Seitentür in das Schulgebäude. Dort öffneten sie gewaltsam die Tür zum Lehrerzimmer und entwendeten einen Teil der schuleigenen Tablets. Außerdem bauten die Unbekannten in einem Klassenzimmer einen Computerbildschirm ab, ließen diesen letztlich aber in der Schule zurück, laut Angaben der Polizei. Anschließend flüchteten die Einbrecher den bisherigen Erkenntnissen zufolge wieder durch den Seiteneingang in unbekannte Richtung. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und fahndet nach den Tätern. Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen im fraglichen Zeitraum rund um die Grundschule in Baunatal-Altenbauna werden von der Polizei entgegengenommen.

Ein Rettungswagen als Gesprächsthema hier, ein Baugerüst als Blickfang dort – dazwischen Schülerinnen und Schüler, die aufmerksam zuhören oder sich zum ersten Mal mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen. In der Wandelhalle Bad Wildungen geht es an diesem Vormittag nicht nur um Informationen, sondern um Eindrücke, Begegnungen und Perspektiven. Der Infotag der Ausbildung bringt junge Menschen und Betriebe aus ganz Waldeck-Frankenberg miteinander ins Gespräch. Rund 50 Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen aus nahezu allen Branchen präsentieren ihre Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten – vom Handwerk über Industrie, Gesundheit und Hotellerie bis zum öffentlichen Dienst. Organisiert wird der Infotag vom Stadtmarketing Bad Wildungen gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg und der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. „Vielleicht geht man heute mal ganz bewusst zu einem Stand, für den man sich eigentlich gar nicht interessiert – und merkt dann, wie spannend dieser Beruf doch sein kann“, sagt Susanne Pitt, zuständig für die Wandelhalle und Organisatorin des Infotags. Genau diese Offenheit sei ihr wichtig. „Alle Gewerke sind vertreten, und die Betriebe kommen aus der gesamten Region.“ Viele Aussteller versuchen, die Schülerinnen und Schüler mit klassischen Werbegeschenken und Aktionen wie Glücksrädern anzusprechen. Von Trinkflaschen über Stofftaschen bis hin zu unzähligen Kugelschreibern sind die Jugendlichen schnell versorgt. Besonders gefragt sind auch die Stände, an denen es etwas zu essen gibt – etwa mit frisch zubereiteten Crêpes. Zusätzlich sollen die Schülerinnen und Schüler mithilfe eines Fragebogens möglichst viele Betriebe gezielt nach deren Ausbildungsprogrammen befragen. Gut angenommen werden Stände, an denen Mitmachen ausdrücklich erwünscht ist. Am Stand des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes steht eine Übungspuppe bereit, an der die Jugendlichen ausprobieren können, was sie bereits über Wiederbelebung wissen. Johannes Seidl und Lea Kriesten erklären dort anschaulich, wie der Alltag im Rettungsdienst aussieht, welche Anforderungen die Ausbildung stellt und wie viel Verantwortung der Beruf mit sich bringt. Dass gerade der Gesundheitsbereich viele Jugendliche interessiert, liegt auch daran, dass zahlreiche Kliniken und Pflegeeinrichtungen vertreten sind. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen die Gelegenheit, sich erstmals einen Überblick zu verschaffen: Welche Kliniken gibt es eigentlich in der Region – und welche Ausbildungswege bieten sie an? Die Zehntklässlerin Lana Becker sagt, sie könne sich gut vorstellen, später in einem Gesundheitsberuf zu arbeiten. Besonders gut finde sie, dass man hier viele Einrichtungen auf einmal kennenlernen könne: „Man arbeitet in der Pflege mit Menschen und hat das Gefühl, wirklich etwas Sinnvolles zu tun.“ Noch nicht alle haben Zukunftspläne Gleichzeitig wird deutlich, dass nicht alle Jugendlichen mit konkreten Ausbildungsplänen in die Wandelhalle gekommen sind. Manche informieren sich gezielt, andere wirken noch unentschlossen. Der Zehntklässler Tim Wagner sagt offen: „Ich weiß ehrlich gesagt noch gar nicht, was ich später machen will. Aber hier sieht man wenigstens mal, was es alles gibt.“ Für ihn sei der Infotag vor allem eine erste Orientierung. Dass genau diese Orientierung wichtig ist, sehen die meisten Aussteller positiv. Gleichzeitig gibt es aber auch kritischere Beobachtungen. Ein Aussteller äußert, dass manche Jugendliche sehr früh auf ein Studium festgelegt seien, ohne sich ernsthaft mit den Möglichkeiten einer Ausbildung auseinanderzusetzen. Zudem gebe es Schülerinnen und Schüler, die den Infotag vor allem als unterrichtsfreien Tag wahrnähmen. „Dann sitzt man hier in der Ecke und wartet, bis die Zeit vorbei ist – dafür ist die Veranstaltung nicht gedacht“, sagt er. Positiv hebt er hervor, dass auch Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern den Weg in die Wandelhalle gefunden hätten. Diese Gespräche seien oft besonders konstruktiv. Für einen besonderen Hingucker sorgt Gerüstbau Kruckow, erstmals überhaupt bei einer Ausbildungsmesse vertreten. Mitten in der Wandelhalle hat das Unternehmen ein hohes Gerüst aufgebaut, das schon von weitem Aufmerksamkeit auf sich zieht. „Wir wollten zeigen, was unseren Beruf ausmacht – Praxis, Höhe und Teamarbeit“, erklärt Lisa Schraps vom Team. Insgesamt nehmen mehr als 550 Schülerinnen und Schüler aus der Region an dem Infotag teil. Vertreten sind unter anderem Klassen des Gustav-Stresemann-Gymnasiums, der Ense-Schule, der Gesamtschule Edertal, der Hans-Viessmann-Schule, der Matthias-Bauer-Schule sowie weiterer Bildungseinrichtungen. Über den Vormittag hinweg entstehen viele Gespräche spontan – oft erst nach dem zweiten oder dritten Stand. „Es geht nicht darum, heute alles festzulegen“, sagt Pitt. „Sondern darum, kennenzulernen, was es hier gibt – und vielleicht einen Gedanken mitzunehmen, der später wichtig wird.“

