Hilfe beim beruflichen Wiedereinstieg
19. Januar 2026
Austausch, Orientierung und Unterstützung für Frauen nach einer beruflichen Pause
Nach Jahren der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen stehen viele Frauen vor dem beruflichen Wiedereinstieg – und vor vielen offenen Fragen. Welche Chancen habe ich heute, und wie lässt sich Arbeit mit einem oft stressigen Alltag verbinden? Genau hier setzt das Frauenfrühstück im Mehrgenerationenhaus Bad Wildungen an.
Seit über zehn Jahren bietet das Mehrgenerationenhaus gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Waldeck-Frankenberg ein bewusst niedrigschwelliges Angebot für Frauen an. „Hier herrscht eine schöne, offene Atmosphäre – Frauen öffnen sich am Frühstückstisch oft leichter“, sagt Kerstin Wickert-Strippel von der Agentur für Arbeit. Das Format eigne sich gut, um Informationen weiterzugeben, „die man sonst eher mit einem Behördengang verbindet“.
Der Einstieg in den Februar steht unter dem Thema Resilienz. Am Montag, 3. Februar, findet von 10 bis 11.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus der Vortrag „Alltagspraktisch zur Ruhe kommen“ statt. Referentin ist Katharina Lohmann, Ergotherapeutin und Dozentin, die unter anderem mit Familien, Eltern und pflegenden Angehörigen arbeitet. „Der Alltag ist sehr schnelllebig“, sagt Lohmann. Ihr Anliegen sei es, gemeinsam zu schauen, wie sich der Alltag so gestalten lasse, „dass er Energie gibt – und nicht nur Energie kostet“. Dabei gehe es auch um den Umgang mit Druck und Stress, privat wie beruflich.
Zwei Wochen später, am Montag, 17. Februar, folgt von 9.30 bis 11 Uhr das Frauenfrühstück zum Wiedereinstieg in den Beruf. Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um Teilzeitstellen, Minijobs, Wiedereingliederung und die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. „Viele Frauen fragen sich: Kann ich überhaupt wieder einsteigen? Was wird heute gesucht? Und was zählt von dem, was ich früher gemacht habe, noch?“, beschreibt Theresa Paulekuhn vom Jobcenter die typischen Anliegen. Auch Themen wie Kinderbetreuung oder die Länge der beruflichen Pause werden aufgegriffen.
Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Frauen, die bislang keinen Kontakt zur Arbeitsagentur hatten – die sogenannte „stille Reserve“. Bürgermeister Ralf Gutheil begrüßt das Frauenfrühstück ausdrücklich. Ziel sei es, Frauen anzusprechen, „die noch nicht offiziell erfasst sind“, und ihnen niedrigschwellig Orientierung zu geben. Aus Sicht des Jobcenters gelte dabei: Arbeiten zu gehen bereichert – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Auch das Mehrgenerationenhaus sieht das Frauenfrühstück als wichtigen Anlaufpunkt. „Uns ist wichtig, einen Ort zu bieten, an dem Frauen ohne Hemmschwelle ins Gespräch kommen können“, sagt Manuela Maerz. Beide Veranstaltungen finden im Mehrgenerationenhaus am Kirchplatz in Bad Wildungen statt, sind kostenlos und ohne Anmeldung.
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Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht von Samstag (28. Februar) auf Sonntag (1. März) zwei Kompakttraktoren von einem Firmengelände in der Ederstraße in Wega gestohlen. Die Polizei sucht nach Zeugen. Der Diebstahl wurde erst am Mittwochabend bei der Polizei Bad Wildungen angezeigt. Nach bisherigen Ermittlungen verschafften sich die Täter am Sonntag zwischen 2.30 und 3.30 Uhr Zugang zu dem Gelände und entwendeten zwei Kompakttraktoren der Marke John Deere. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter einen Lastwagen genutzt haben, um die Fahrzeuge abzutransportieren. Der Wert der beiden Traktoren liegt bei mehr als 100.000 Euro. Die Kriminalpolizei in Korbach bittet um Hinweise, insbesondere zu verdächtigen Fahrzeugen im Bereich Wega. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 05631/9710 entgegen.

Mit gezielten Verkehrskontrollen hat die Polizei am Mittwoch, 25. Februar, in Bad Wildungen, Mandern und Waldeck-Netze den Fokus auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr gelegt. Dabei stellten die Einsatzkräfte mehrere Verstöße fest. Zwischen 11 und 15.30 Uhr kontrollierten rund 30 speziell geschulte Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen an drei parallel eingerichteten Kontrollstellen zahlreiche Fahrzeuge. Ziel war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und andere Verkehrsteilnehmer vor nicht fahrtüchtigen Fahrern zu schützen. Insgesamt leiteten die Polizisten Ermittlungsverfahren gegen sechs Fahrzeugführer ein, die unter Drogeneinfluss unterwegs gewesen sein sollen. Zudem gab es zwei Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie weitere Anzeigen wegen Verstößen gegen die Abgabenordnung und das Pflichtversicherungsgesetz. Rund 20 Ordnungswidrigkeiten, etwa wegen fehlender Sicherheitsgurte, wurden ebenfalls festgestellt. An der Kontrollstelle am Sportplatz in Waldeck-Netze ergab bei einem 26-Jährigen ein Drogenvortest den Verdacht auf Haschischkonsum. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und die Weiterfahrt untersagt. Ein anderer Autofahrer zeigte einen gefälschten serbischen Führerschein vor. Gegen ihn wird nun wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Ein spanischer Fahrzeugführer hatte sein Auto nicht ordnungsgemäß umgemeldet, hier besteht der Verdacht eines steuerrechtlichen Verstoßes. In der Bahnhofstraße in Bad Wildungen kontrollierten die Beamten einen 31-Jährigen, bei dem sich der Verdacht auf Drogenkonsum bestätigte. Auch hier wurde eine Blutentnahme durchgeführt und der Autoschlüssel sichergestellt. Die meisten Verstöße stellten die Polizisten in Bad Wildungen-Mandern fest. Dort hatten mehrere Fahrer offenbar kurz zuvor Drogen konsumiert. Bei einem 30-Jährigen aus Dessau war Cannabisgeruch im Fahrzeug wahrnehmbar. Ein 43-Jähriger aus Fuldabrück sowie ein 32-Jähriger aus Waldeck zeigten bei Vortests Hinweise auf Cannabis beziehungsweise auf Cannabis und Amphetamin. Eine 35-jährige Frau aus Bad Wildungen räumte zudem eigenen Angaben zufolge den Konsum von Cannabis am Vortag und weiterer Drogen am Wochenende ein. In allen Fällen wurden Blutentnahmen angeordnet und die Weiterfahrt untersagt. Nach Angaben der Polizei zeigten die kontrollierten Verkehrsteilnehmer überwiegend Verständnis für die Maßnahmen. Die Beamten weisen darauf hin, dass Fahrten unter Drogeneinfluss eine erhebliche Gefahr für alle Verkehrsteilnehmenden darstellen. Die Wirkung von Betäubungsmitteln werde häufig unterschätzt und könne noch Tage später nachweisbar sein. Auch künftig kündigt die Polizei im Landkreis weitere Schwerpunktkontrollen zur Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr an.

Ein Kaffee, ein kurzer Gang zur Toilette – und das E-Auto ist wieder bereit für die Weiterfahrt: Was an vielen Orten im Landkreis Waldeck-Frankenberg noch Zukunftsmusik ist, ist am Ederblickzentrum in Altwildungen bereits Realität. Während Fahrer früher für eine vollständige Ladung oft mehrere Stunden einplanen mussten, reichen hier wenige Minuten, um genügend Energie für weitere Kilometer zu laden. Möglich machen das neue Ultra-Schnellladesäulen, die zu den leistungsstärksten Ladeangeboten in der Region zählen. Errichtet und betrieben werden die Schnellladestationen von der Eliso GmbH. Insgesamt können am Standort in Altwildungen vier Fahrzeuge gleichzeitig laden. Dabei sind Ladeleistungen von bis zu 800 Kilowatt abrufbar, sodass zwei Fahrzeuge parallel mit jeweils bis zu 400 Kilowatt versorgt werden können. Moderne Hochleistungs-Ladetechnik (HPC) ermöglicht es, Fahrzeugakkus innerhalb von rund 20 bis 30 Minuten auf etwa 80 Prozent aufzuladen. Die Ladegeschwindigkeit hängt jedoch nicht allein von der Leistung der Ladestation ab, sondern auch davon, welche Ladeleistung das jeweilige Fahrzeug aufnehmen kann. Aktuell gibt es nur wenige Modelle auf dem Markt, die Ladeleistungen von über 200 Kilowatt ermöglichen. Die tatsächliche Ladezeit kann daher je nach Fahrzeugtyp und Batteriekapazität variieren. „Wir denken hier bewusst in die Zukunft“, sagt Kai Konrad von Caravan Konrad am Ederblickzentrum. Die neuen Schnellladesäulen seien damit nicht nur ein Angebot für den aktuellen Bedarf, sondern auch eine Investition in die weitere Entwicklung der Elektromobilität. Gerade mit Blick auf steigende Reichweiten und höhere Ladeleistungen kommender Fahrzeuggenerationen spiele leistungsfähige Infrastruktur eine zentrale Rolle. Auch aus Sicht des Betreibers ist der Standort Teil einer langfristigen Strategie. „Aktuell betreiben wir in Hessen sechs Standorte für Ultra-Schnellladen“, sagt Josefin Link von der Eliso GmbH. „Unsere 400-Kilowatt-Säulen sind bewusst so ausgelegt, dass sie auch den Anforderungen zukünftiger Fahrzeuggenerationen gerecht werden.“ Kai Konrad zeigt sich insgesamt zufrieden mit der neuen Anlage. „Der Standort wird dadurch deutlich attraktiver“, sagt er. Gerade für Reisende, etwa vom Edersee, sei das Ederblickzentrum nun mit einem Rastplatz vergleichbar. Die Initiative für das Projekt ging vom Betreiber Eliso aus, der aufgrund der Standortattraktivität gezielt auf Kai Konrad zugegangen war. Die Bauzeit für die Anlage betrug knapp ein Jahr. Pro Ladesäule liegen die Investitionskosten bei rund 120.000 Euro. Zusätzlich wurde ein eigenes Trafogebäude errichtet, das über eine Mittelspannungsleitung mit dem Netz auf der gegenüberliegenden Straßenseite verbunden ist. Eliso zahlt für den Betrieb eine reguläre Pacht an die Eigentümer des Geländes, Ken und Kai Konrad. Geladen wird aktuell zu einem Preis von 49 Cent pro Kilowattstunde – ein vergleichsweise günstiger Tarif im Bereich des Schnellladens. Besonders ist der Standort auch aus regionaler Sicht, denn im Umkreis von rund 100 Kilometern gibt es nur eine Handvoll Ladesäulen mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt – diese befinden sich bislang ausschließlich an Autobahnen. Die neuen Ladesäulen in Altwildungen sind damit die ersten dieser Leistungsklasse an einer Landstraße. Alle neuen Ladepunkte sind rund um die Uhr zugänglich, werden mit 100 Prozent Ökostrom betrieben und verfügen über ein Kreditkartenterminal für eine einfache Bezahlung. Der Standort ist Teil des sogenannten Deutschlandnetzes, mit dem das Bundesministerium für Verkehr bundesweit zusätzliche Schnellladepunkte schafft und finanziell fördert.
