Korbach - Versuchter Raub in der Nähe des Bahnhofs
6. Oktober 2025
Polizei bittet um Hinweise auf drei unbekannte Täter
In der Nacht von Samstag auf Sonntag (5. Oktober) ist ein 49-jähriger Mann in der Nähe des Korbacher Hauptbahnhofs Opfer eines Überfalls geworden. Gegen 0.30 Uhr wurde er in der Arolser Landstraße von drei unbekannten Männern von hinten geschubst und zu Boden gebracht. Die Täter traten auf den Mann ein und durchsuchten seine Taschen nach Wertgegenständen.
Dem 49-Jährigen gelang es, einen der Angreifer zu Fall zu bringen und ins Gesicht zu schlagen. Durch diese Gegenwehr konnte er fliehen, obwohl die Täter ihn noch bis in den Bereich Flechtdorfer Straße/Skagerrakstraße verfolgten und ihm mit osteuropäischem Akzent etwas zuriefen. Schließlich konnte sich der Korbacher in seine Wohnung retten.
Der Mann erlitt Prellungen im Gesicht, am Oberkörper und am Knie und musste ärztlich behandelt werden. Beute machten die Täter nicht.
Laut Polizei handelt es sich um drei Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren. Einer ist etwa 1,70 Meter, die beiden anderen rund 1,80 Meter groß. Sie sprachen gebrochen Deutsch mit osteuropäischem Akzent.
Zeugenhinweise nimmt die Kriminalpolizei Korbach unter Tel. 05631/9710 entgegen.
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In Sachsenhausen haben am späten Sonntagabend vier Mülltonnen vor einem Wohnhaus in der Gartenstraße gebrannt. Polizei und Feuerwehr gegen 23.16 Uhr alarmiert, nachdem ein Hausbewohner einen lauten Knall gehört und anschließend die Flammen bemerkt hatte. Die Mülltonnen standen neben der Treppe zur Hauseingangstür. Die Feuerwehren aus Sachsenhausen und Höringhausen konnten den Brand schnell löschen und ein Übergreifen auf das Gebäude verhindern. Mehrere Mülltonnen waren beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits großteilig abgebrannt, die Hausfassade war durch Ruß sichtbar beschädigt. Zudem wurden die Brandreste unter Atemschutz auseinandergezogen, um verbliebene Glutnester abzulöschen. Erschwert wurde der Einsatz durch Minustemperaturen und glatte Wege. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet und mit Streusalz gesichert. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unklar. Die Polizei schließt nicht aus, dass Feuerwerkskörper den Brand ausgelöst haben, und hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05621/70900 zu melden.

Wer nachts plötzlich starke Schmerzen hat oder am Wochenende medizinische Hilfe braucht, steht oft vor der Frage: 112 oder 116117? Während die 112 für lebensbedrohliche Notfälle zuständig ist, erreicht man unter der Nummer 116117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst – also Hilfe bei akuten, aber nicht lebensgefährlichen Beschwerden außerhalb der regulären Praxiszeiten. Genau diese Unsicherheit soll künftig verringert werden. Die Bundesregierung plant eine umfassende Reform der Notfallversorgung, über die 2026 entschieden werden soll. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten schneller in die richtige medizinische Versorgung zu lenken und Rettungsdienste sowie Notaufnahmen zu entlasten. Aktuell nehmen Verbände wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter sowie Fachleute aus der Medizin Stellung zum Gesetzentwurf. Auslöser für die Reform ist eine seit Jahren zunehmende Überlastung des Systems, so das Bundesgesundheitsministerium. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2024 rund 13 Millionen ambulante Notfälle in deutschen Krankenhäusern behandelt – so viele wie noch nie. Viele dieser Fälle hätten auch außerhalb der Notaufnahme versorgt werden können. Gleichzeitig steigen die Kosten für Rettungsdienst und Krankentransporte seit Jahren deutlich. Kern der geplanten Reform ist eine bessere Steuerung bereits beim ersten Kontakt. Vorgesehen ist, die Notrufnummern 112 und 116117 enger miteinander zu verzahnen und Anrufe künftig in sogenannten Gesundheitsleitstellen strukturiert medizinisch einzuschätzen. Ergänzend sollen an ausgewählten Krankenhäusern Integrierte Notfallzentren entstehen, in denen Patienten zentral erfasst und anschließend gezielt weitergeleitet werden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken weist darauf hin, dass Notaufnahmen und Rettungsdienste immer häufiger für Fälle in Anspruch genommen würden, die keine lebensbedrohlichen Notfälle seien. „Solche Bagatellfälle blockieren Kapazitäten, verlängern Wartezeiten für echte Notfälle und binden medizinisches Personal“, erklärt Warken. Aus Sicht des Landkreises Waldeck-Frankenberg könnten die geplanten Strukturen dazu beitragen, Leitstellen zu entlasten und Einsatzmittel effizienter einzusetzen. „Patientinnen und Patienten würden schneller und gezielter in die passende Versorgung vermittelt“, teilt der Landkreis mit. Til Reuter, stellvertretender Rettungsdienstleiter des DRK Bad Wildungen und Mitarbeiter der Leitstelle Waldeck-Frankenberg, sieht darin einen entscheidenden Schritt. „Es ist sinnvoll, wenn bereits beim ersten Telefonat geklärt werden kann, ob der Rettungsdienst wirklich notwendig ist oder ob der ärztliche Bereitschaftsdienst ausreicht“, sagt Reuter. So ließen sich Fehlalarme vermeiden und Einsatzmittel gezielter einsetzen – insbesondere im ländlichen Raum. Rettungsdienst als medizinische Leistung Ein zentraler Punkt der Reform betrifft den Rettungsdienst. Die Notfallrettung soll künftig ausdrücklich als medizinische Leistung anerkannt werden. Damit wird erstmals gesetzlich festgeschrieben, dass nicht nur der Transport ins Krankenhaus, sondern auch die medizinische Versorgung am Einsatzort sowie die Betreuung während eines Transports Teil der Krankenbehandlung sind. Ziel ist es, eine klare Rechts- und Finanzgrundlage für die Arbeit des Rettungsdienstes zu schaffen. Gerd Windhausen vom DRK Bad Wildungen, Leiter des dortigen Rettungsdienstes, begrüßt diese Anerkennung. Sie mache deutlich, dass der Rettungsdienst weit mehr sei als ein reiner Transportdienst. Künftig werde rechtlich festgehalten, dass auch Einsätze ohne Krankenhaus-Transport vollwertige medizinische Leistungen darstellen. Damit werde abgesichert, dass sogenannte „Leerfahrten“ – also Einsätze, bei denen Patientinnen und Patienten nach medizinischer Abklärung vor Ort bleiben oder ambulant weiterbehandelt werden – von den Krankenkassen anerkannt und finanziert werden müssen. In der Praxis ändere sich dadurch zunächst wenig, so Windhausen. Der Rettungsdienst werde bereits pauschal finanziert. Am Ende eines Jahres werde ermittelt, was ein durchschnittlicher Rettungsdiensteinsatz koste – unabhängig davon, ob ein Patient ins Krankenhaus transportiert werde oder nicht. „Die medizinische Leistung wird in jedem Fall erbracht“, erklärt Windhausen. Dazu gehörten unter anderem Untersuchungen wie Blutdruck-, Puls-, Sauerstoff- oder Blutzuckermessungen, ein EKG zur Beurteilung der Herzfunktion sowie die medizinische Einschätzung und Versorgung vor Ort. Die geplante Neuregelung stärke vor allem die Anerkennung dieser Arbeit. Hinweise aus Fachverbänden Grundsätzlich stößt der Gesetzentwurf bei vielen Fachverbänden auf Zustimmung, zugleich wird aber Nachbesserungsbedarf gesehen. Die ADAC Luftrettung etwa begrüßt insbesondere die geplante digitale Ersteinschätzung und die engere Vernetzung der Leitstellen. Gerade bei zeitkritischen Einsätzen sei es entscheidend, dass Notrufe korrekt eingeordnet und Standortdaten vollständig übermittelt würden. Zugleich fordert der ADAC bundesweit einheitliche Standards, um Verzögerungen in der Rettungskette zu vermeiden. Auch Fachverbände aus der Kinder- und Jugendmedizin unterstützen die Reform grundsätzlich. Sie betonen jedoch, dass neue Strukturen wie Integrierte Notfallzentren keine Doppelstrukturen schaffen dürften. Bestehende Angebote für Kinder und Jugendliche – etwa in der ambulanten Versorgung oder bei psychischen Krisen – müssten gezielt eingebunden werden, um unnötige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Aus der Palliativmedizin kommt zudem der Hinweis, dass bei schwererkrankten oder hochbetagten Menschen nicht jeder Notfall automatisch eine Klinikeinweisung erfordere. Eine frühzeitige palliativmedizinische Einschätzung, etwa über telemedizinische Beratung, könne helfen, Übertherapie zu vermeiden und Entscheidungen stärker am Patientenwillen auszurichten.

In Diemelsee-Adorf ist es am Mittwoch, 31. Dezember 2025, gegen 12 Uhr zu einem Brand in einem landwirtschaftlichen Betrieb gekommen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein Gebäudeteil mit den Technikräumen bereits in Vollbrand. Ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude sowie die Stallungen konnte durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr verhindert werden. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Die rund 650 Milchkühe konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Der entstandene Sachschaden wird nach einer ersten Schätzung auf mindestens 300.000 Euro beziffert. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ist ein technischer Defekt die Ursache des Feuers. Während der Löscharbeiten war die Landesstraße 3078 zwischen Diemelsee-Adorf und Vasbeck zeitweise voll gesperrt.
