Lernen, wie Gruppen ticken
13. Januar 2026
Jugendliche absolvieren Gruppenleiter-Ausbildung im Jugendhaus Bad Wildungen
„Toaster“, „Känguru“, „Waschmaschine“ – die Begriffe fliegen durch den Raum, dazu gehören fest vorgegebene Bewegungen und klare Regeln. Was zunächst nach purem Spiel aussieht, gehört zur Gruppenleiter-Ausbildung „Juleica“ im Jugendhaus in Bad Wildungen.
Das „Spiel“ soll verdeutlichen: Wer anleitet, muss verständlich erklären, aufmerksam bleiben und die Gruppe im Blick behalten.
Neun Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren haben im Jugendhaus Bad Wildungen ihre Gruppenleiter-Ausbildung erfolgreich im Januar abgeschlossen. „Juleica“ steht abgekürzt für das Zertifikat „Jugendleitercard“. In dieser Ausbildung wurden unterschiedliche Spiele vorbereitet, angeleitet und anschließend gemeinsam ausgewertet. Dabei ging es nicht nur darum, dass ein Spiel funktioniert, sondern auch darum, wie sich Gruppen verhalten, wer sich einbringt – und wer vielleicht zurückhaltend bleibt.
„Am Anfang denkt man, Spiele erklären ist einfach“, sagt eine Teilnehmerin. „Aber wenn alle durcheinanderreden, merkt man schnell, wie wichtig klare Regeln und Ruhe sind.“ Ein anderer Teilnehmer ergänzt: „Mir hat gefallen, dass wir alles ausprobieren konnten. Man merkt, worauf man achten muss, wenn man Verantwortung für andere übernimmt.“ Viele der Mitwirkenden belegen den Juleica-Kursus, weil sie sich künftig stärker engagieren wollen, etwa als Betreuer bei den Ferienspielen, in Feriencamps oder bei Angeboten im offenen Betrieb des Jugendhauses. Einige kennen das Jugendhaus aus eigener Erfahrung und übernehmen nun eine neue Rolle.
Neben spielerischen Methoden standen wichtige Grundlagen der Jugendarbeit auf dem Programm. Themen wie Aufsichtspflicht, rechtliche Rahmenbedingungen, Kommunikation, Konfliktlösung sowie die Prävention sexualisierter Gewalt wurden praxisnah vermittelt und anschaulich mit Beispielen aus dem Alltag verknüpft.
Die Ausbildung ist Teil der Juleica-Grundausbildung, eines bundesweit anerkannten Qualifikationsnachweises für ehrenamtliche Jugendarbeit. Der Umfang der Ausbildung beträgt mindestens 30 Stunden und bereitet die Jugendlichen darauf vor, Kinder- und Jugendgruppen verantwortungsvoll zu begleiten.
Jugendhausleiterin Julia Momber zeigt sich zufrieden: „Die Jugendlichen lernen hier ganz praktisch, was es heißt, eine Gruppe anzuleiten und Verantwortung zu übernehmen. Dieses Engagement ist für unsere Arbeit im Jugendhaus und generell die Arbeit mit Kindern unverzichtbar.“
Die neu ausgebildeten Gruppenleiter unterstützen das Team des Bad Wildunger Jugendhauses künftig bei Spielen, Aktionen und Ferienangeboten wie etwa den Ferienspielen.
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Mit gezielten Verkehrskontrollen hat die Polizei am Mittwoch, 25. Februar, in Bad Wildungen, Mandern und Waldeck-Netze den Fokus auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr gelegt. Dabei stellten die Einsatzkräfte mehrere Verstöße fest. Zwischen 11 und 15.30 Uhr kontrollierten rund 30 speziell geschulte Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen an drei parallel eingerichteten Kontrollstellen zahlreiche Fahrzeuge. Ziel war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und andere Verkehrsteilnehmer vor nicht fahrtüchtigen Fahrern zu schützen. Insgesamt leiteten die Polizisten Ermittlungsverfahren gegen sechs Fahrzeugführer ein, die unter Drogeneinfluss unterwegs gewesen sein sollen. Zudem gab es zwei Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie weitere Anzeigen wegen Verstößen gegen die Abgabenordnung und das Pflichtversicherungsgesetz. Rund 20 Ordnungswidrigkeiten, etwa wegen fehlender Sicherheitsgurte, wurden ebenfalls festgestellt. An der Kontrollstelle am Sportplatz in Waldeck-Netze ergab bei einem 26-Jährigen ein Drogenvortest den Verdacht auf Haschischkonsum. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und die Weiterfahrt untersagt. Ein anderer Autofahrer zeigte einen gefälschten serbischen Führerschein vor. Gegen ihn wird nun wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Ein spanischer Fahrzeugführer hatte sein Auto nicht ordnungsgemäß umgemeldet, hier besteht der Verdacht eines steuerrechtlichen Verstoßes. In der Bahnhofstraße in Bad Wildungen kontrollierten die Beamten einen 31-Jährigen, bei dem sich der Verdacht auf Drogenkonsum bestätigte. Auch hier wurde eine Blutentnahme durchgeführt und der Autoschlüssel sichergestellt. Die meisten Verstöße stellten die Polizisten in Bad Wildungen-Mandern fest. Dort hatten mehrere Fahrer offenbar kurz zuvor Drogen konsumiert. Bei einem 30-Jährigen aus Dessau war Cannabisgeruch im Fahrzeug wahrnehmbar. Ein 43-Jähriger aus Fuldabrück sowie ein 32-Jähriger aus Waldeck zeigten bei Vortests Hinweise auf Cannabis beziehungsweise auf Cannabis und Amphetamin. Eine 35-jährige Frau aus Bad Wildungen räumte zudem eigenen Angaben zufolge den Konsum von Cannabis am Vortag und weiterer Drogen am Wochenende ein. In allen Fällen wurden Blutentnahmen angeordnet und die Weiterfahrt untersagt. Nach Angaben der Polizei zeigten die kontrollierten Verkehrsteilnehmer überwiegend Verständnis für die Maßnahmen. Die Beamten weisen darauf hin, dass Fahrten unter Drogeneinfluss eine erhebliche Gefahr für alle Verkehrsteilnehmenden darstellen. Die Wirkung von Betäubungsmitteln werde häufig unterschätzt und könne noch Tage später nachweisbar sein. Auch künftig kündigt die Polizei im Landkreis weitere Schwerpunktkontrollen zur Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr an.

Ein Kaffee, ein kurzer Gang zur Toilette – und das E-Auto ist wieder bereit für die Weiterfahrt: Was an vielen Orten im Landkreis Waldeck-Frankenberg noch Zukunftsmusik ist, ist am Ederblickzentrum in Altwildungen bereits Realität. Während Fahrer früher für eine vollständige Ladung oft mehrere Stunden einplanen mussten, reichen hier wenige Minuten, um genügend Energie für weitere Kilometer zu laden. Möglich machen das neue Ultra-Schnellladesäulen, die zu den leistungsstärksten Ladeangeboten in der Region zählen. Errichtet und betrieben werden die Schnellladestationen von der Eliso GmbH. Insgesamt können am Standort in Altwildungen vier Fahrzeuge gleichzeitig laden. Dabei sind Ladeleistungen von bis zu 800 Kilowatt abrufbar, sodass zwei Fahrzeuge parallel mit jeweils bis zu 400 Kilowatt versorgt werden können. Moderne Hochleistungs-Ladetechnik (HPC) ermöglicht es, Fahrzeugakkus innerhalb von rund 20 bis 30 Minuten auf etwa 80 Prozent aufzuladen. Die Ladegeschwindigkeit hängt jedoch nicht allein von der Leistung der Ladestation ab, sondern auch davon, welche Ladeleistung das jeweilige Fahrzeug aufnehmen kann. Aktuell gibt es nur wenige Modelle auf dem Markt, die Ladeleistungen von über 200 Kilowatt ermöglichen. Die tatsächliche Ladezeit kann daher je nach Fahrzeugtyp und Batteriekapazität variieren. „Wir denken hier bewusst in die Zukunft“, sagt Kai Konrad von Caravan Konrad am Ederblickzentrum. Die neuen Schnellladesäulen seien damit nicht nur ein Angebot für den aktuellen Bedarf, sondern auch eine Investition in die weitere Entwicklung der Elektromobilität. Gerade mit Blick auf steigende Reichweiten und höhere Ladeleistungen kommender Fahrzeuggenerationen spiele leistungsfähige Infrastruktur eine zentrale Rolle. Auch aus Sicht des Betreibers ist der Standort Teil einer langfristigen Strategie. „Aktuell betreiben wir in Hessen sechs Standorte für Ultra-Schnellladen“, sagt Josefin Link von der Eliso GmbH. „Unsere 400-Kilowatt-Säulen sind bewusst so ausgelegt, dass sie auch den Anforderungen zukünftiger Fahrzeuggenerationen gerecht werden.“ Kai Konrad zeigt sich insgesamt zufrieden mit der neuen Anlage. „Der Standort wird dadurch deutlich attraktiver“, sagt er. Gerade für Reisende, etwa vom Edersee, sei das Ederblickzentrum nun mit einem Rastplatz vergleichbar. Die Initiative für das Projekt ging vom Betreiber Eliso aus, der aufgrund der Standortattraktivität gezielt auf Kai Konrad zugegangen war. Die Bauzeit für die Anlage betrug knapp ein Jahr. Pro Ladesäule liegen die Investitionskosten bei rund 120.000 Euro. Zusätzlich wurde ein eigenes Trafogebäude errichtet, das über eine Mittelspannungsleitung mit dem Netz auf der gegenüberliegenden Straßenseite verbunden ist. Eliso zahlt für den Betrieb eine reguläre Pacht an die Eigentümer des Geländes, Ken und Kai Konrad. Geladen wird aktuell zu einem Preis von 49 Cent pro Kilowattstunde – ein vergleichsweise günstiger Tarif im Bereich des Schnellladens. Besonders ist der Standort auch aus regionaler Sicht, denn im Umkreis von rund 100 Kilometern gibt es nur eine Handvoll Ladesäulen mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt – diese befinden sich bislang ausschließlich an Autobahnen. Die neuen Ladesäulen in Altwildungen sind damit die ersten dieser Leistungsklasse an einer Landstraße. Alle neuen Ladepunkte sind rund um die Uhr zugänglich, werden mit 100 Prozent Ökostrom betrieben und verfügen über ein Kreditkartenterminal für eine einfache Bezahlung. Der Standort ist Teil des sogenannten Deutschlandnetzes, mit dem das Bundesministerium für Verkehr bundesweit zusätzliche Schnellladepunkte schafft und finanziell fördert.

Unbekannte sind in eine Grundschule eingebrochen und haben Tablets im Wert von mehreren tausend Euro erbeutet. Der Einbruch soll sich nach Polizeiangaben zwischen Freitagabend, 16. Januar, und Samstagnachmittag, 17. Januar, ereignet haben. Wie die Polizei mitteilt, betraten die Täter in dem Ortsteil im Landkreis Kassel mutmaßlich in diesem Zeitraum das Schulgelände. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gelangten sie über eine unverschlossene Seitentür in das Schulgebäude. Dort öffneten sie gewaltsam die Tür zum Lehrerzimmer und entwendeten einen Teil der schuleigenen Tablets. Außerdem bauten die Unbekannten in einem Klassenzimmer einen Computerbildschirm ab, ließen diesen letztlich aber in der Schule zurück, laut Angaben der Polizei. Anschließend flüchteten die Einbrecher den bisherigen Erkenntnissen zufolge wieder durch den Seiteneingang in unbekannte Richtung. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und fahndet nach den Tätern. Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen im fraglichen Zeitraum rund um die Grundschule in Baunatal-Altenbauna werden von der Polizei entgegengenommen.
