Tablets aus Grundschule bei Kassel gestohlen
22. Januar 2026
Einbrecher öffnen die Tür zum Lehrerzimmer gewaltsam
Unbekannte sind in eine Grundschule eingebrochen und haben Tablets im Wert von mehreren tausend Euro erbeutet. Der Einbruch soll sich nach Polizeiangaben zwischen Freitagabend, 16. Januar, und Samstagnachmittag, 17. Januar, ereignet haben.
Wie die Polizei mitteilt, betraten die Täter in dem Ortsteil im Landkreis Kassel mutmaßlich in diesem Zeitraum das Schulgelände. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gelangten sie über eine unverschlossene Seitentür in das Schulgebäude. Dort öffneten sie gewaltsam die Tür zum Lehrerzimmer und entwendeten einen Teil der schuleigenen Tablets.
Außerdem bauten die Unbekannten in einem Klassenzimmer einen Computerbildschirm ab, ließen diesen letztlich aber in der Schule zurück, laut Angaben der Polizei. Anschließend flüchteten die Einbrecher den bisherigen Erkenntnissen zufolge wieder durch den Seiteneingang in unbekannte Richtung.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und fahndet nach den Tätern. Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen im fraglichen Zeitraum rund um die Grundschule in Baunatal-Altenbauna werden von der Polizei entgegengenommen.
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Ein Rettungswagen als Gesprächsthema hier, ein Baugerüst als Blickfang dort – dazwischen Schülerinnen und Schüler, die aufmerksam zuhören oder sich zum ersten Mal mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen. In der Wandelhalle Bad Wildungen geht es an diesem Vormittag nicht nur um Informationen, sondern um Eindrücke, Begegnungen und Perspektiven. Der Infotag der Ausbildung bringt junge Menschen und Betriebe aus ganz Waldeck-Frankenberg miteinander ins Gespräch. Rund 50 Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen aus nahezu allen Branchen präsentieren ihre Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten – vom Handwerk über Industrie, Gesundheit und Hotellerie bis zum öffentlichen Dienst. Organisiert wird der Infotag vom Stadtmarketing Bad Wildungen gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg und der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. „Vielleicht geht man heute mal ganz bewusst zu einem Stand, für den man sich eigentlich gar nicht interessiert – und merkt dann, wie spannend dieser Beruf doch sein kann“, sagt Susanne Pitt, zuständig für die Wandelhalle und Organisatorin des Infotags. Genau diese Offenheit sei ihr wichtig. „Alle Gewerke sind vertreten, und die Betriebe kommen aus der gesamten Region.“ Viele Aussteller versuchen, die Schülerinnen und Schüler mit klassischen Werbegeschenken und Aktionen wie Glücksrädern anzusprechen. Von Trinkflaschen über Stofftaschen bis hin zu unzähligen Kugelschreibern sind die Jugendlichen schnell versorgt. Besonders gefragt sind auch die Stände, an denen es etwas zu essen gibt – etwa mit frisch zubereiteten Crêpes. Zusätzlich sollen die Schülerinnen und Schüler mithilfe eines Fragebogens möglichst viele Betriebe gezielt nach deren Ausbildungsprogrammen befragen. Gut angenommen werden Stände, an denen Mitmachen ausdrücklich erwünscht ist. Am Stand des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes steht eine Übungspuppe bereit, an der die Jugendlichen ausprobieren können, was sie bereits über Wiederbelebung wissen. Johannes Seidl und Lea Kriesten erklären dort anschaulich, wie der Alltag im Rettungsdienst aussieht, welche Anforderungen die Ausbildung stellt und wie viel Verantwortung der Beruf mit sich bringt. Dass gerade der Gesundheitsbereich viele Jugendliche interessiert, liegt auch daran, dass zahlreiche Kliniken und Pflegeeinrichtungen vertreten sind. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen die Gelegenheit, sich erstmals einen Überblick zu verschaffen: Welche Kliniken gibt es eigentlich in der Region – und welche Ausbildungswege bieten sie an? Die Zehntklässlerin Lana Becker sagt, sie könne sich gut vorstellen, später in einem Gesundheitsberuf zu arbeiten. Besonders gut finde sie, dass man hier viele Einrichtungen auf einmal kennenlernen könne: „Man arbeitet in der Pflege mit Menschen und hat das Gefühl, wirklich etwas Sinnvolles zu tun.“ Noch nicht alle haben Zukunftspläne Gleichzeitig wird deutlich, dass nicht alle Jugendlichen mit konkreten Ausbildungsplänen in die Wandelhalle gekommen sind. Manche informieren sich gezielt, andere wirken noch unentschlossen. Der Zehntklässler Tim Wagner sagt offen: „Ich weiß ehrlich gesagt noch gar nicht, was ich später machen will. Aber hier sieht man wenigstens mal, was es alles gibt.“ Für ihn sei der Infotag vor allem eine erste Orientierung. Dass genau diese Orientierung wichtig ist, sehen die meisten Aussteller positiv. Gleichzeitig gibt es aber auch kritischere Beobachtungen. Ein Aussteller äußert, dass manche Jugendliche sehr früh auf ein Studium festgelegt seien, ohne sich ernsthaft mit den Möglichkeiten einer Ausbildung auseinanderzusetzen. Zudem gebe es Schülerinnen und Schüler, die den Infotag vor allem als unterrichtsfreien Tag wahrnähmen. „Dann sitzt man hier in der Ecke und wartet, bis die Zeit vorbei ist – dafür ist die Veranstaltung nicht gedacht“, sagt er. Positiv hebt er hervor, dass auch Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern den Weg in die Wandelhalle gefunden hätten. Diese Gespräche seien oft besonders konstruktiv. Für einen besonderen Hingucker sorgt Gerüstbau Kruckow, erstmals überhaupt bei einer Ausbildungsmesse vertreten. Mitten in der Wandelhalle hat das Unternehmen ein hohes Gerüst aufgebaut, das schon von weitem Aufmerksamkeit auf sich zieht. „Wir wollten zeigen, was unseren Beruf ausmacht – Praxis, Höhe und Teamarbeit“, erklärt Lisa Schraps vom Team. Insgesamt nehmen mehr als 550 Schülerinnen und Schüler aus der Region an dem Infotag teil. Vertreten sind unter anderem Klassen des Gustav-Stresemann-Gymnasiums, der Ense-Schule, der Gesamtschule Edertal, der Hans-Viessmann-Schule, der Matthias-Bauer-Schule sowie weiterer Bildungseinrichtungen. Über den Vormittag hinweg entstehen viele Gespräche spontan – oft erst nach dem zweiten oder dritten Stand. „Es geht nicht darum, heute alles festzulegen“, sagt Pitt. „Sondern darum, kennenzulernen, was es hier gibt – und vielleicht einen Gedanken mitzunehmen, der später wichtig wird.“

Nach Jahren der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen stehen viele Frauen vor dem beruflichen Wiedereinstieg – und vor vielen offenen Fragen. Welche Chancen habe ich heute, und wie lässt sich Arbeit mit einem oft stressigen Alltag verbinden? Genau hier setzt das Frauenfrühstück im Mehrgenerationenhaus Bad Wildungen an. Seit über zehn Jahren bietet das Mehrgenerationenhaus gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Waldeck-Frankenberg ein bewusst niedrigschwelliges Angebot für Frauen an. „Hier herrscht eine schöne, offene Atmosphäre – Frauen öffnen sich am Frühstückstisch oft leichter“, sagt Kerstin Wickert-Strippel von der Agentur für Arbeit. Das Format eigne sich gut, um Informationen weiterzugeben, „die man sonst eher mit einem Behördengang verbindet“. Der Einstieg in den Februar steht unter dem Thema Resilienz. Am Montag, 3. Februar, findet von 10 bis 11.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus der Vortrag „Alltagspraktisch zur Ruhe kommen“ statt. Referentin ist Katharina Lohmann, Ergotherapeutin und Dozentin, die unter anderem mit Familien, Eltern und pflegenden Angehörigen arbeitet. „Der Alltag ist sehr schnelllebig“, sagt Lohmann. Ihr Anliegen sei es, gemeinsam zu schauen, wie sich der Alltag so gestalten lasse, „dass er Energie gibt – und nicht nur Energie kostet“. Dabei gehe es auch um den Umgang mit Druck und Stress, privat wie beruflich. Zwei Wochen später, am Montag, 17. Februar, folgt von 9.30 bis 11 Uhr das Frauenfrühstück zum Wiedereinstieg in den Beruf. Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um Teilzeitstellen, Minijobs, Wiedereingliederung und die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. „Viele Frauen fragen sich: Kann ich überhaupt wieder einsteigen? Was wird heute gesucht? Und was zählt von dem, was ich früher gemacht habe, noch?“, beschreibt Theresa Paulekuhn vom Jobcenter die typischen Anliegen. Auch Themen wie Kinderbetreuung oder die Länge der beruflichen Pause werden aufgegriffen. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Frauen, die bislang keinen Kontakt zur Arbeitsagentur hatten – die sogenannte „stille Reserve“. Bürgermeister Ralf Gutheil begrüßt das Frauenfrühstück ausdrücklich. Ziel sei es, Frauen anzusprechen, „die noch nicht offiziell erfasst sind“, und ihnen niedrigschwellig Orientierung zu geben. Aus Sicht des Jobcenters gelte dabei: Arbeiten zu gehen bereichert – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Auch das Mehrgenerationenhaus sieht das Frauenfrühstück als wichtigen Anlaufpunkt. „Uns ist wichtig, einen Ort zu bieten, an dem Frauen ohne Hemmschwelle ins Gespräch kommen können“, sagt Manuela Maerz. Beide Veranstaltungen finden im Mehrgenerationenhaus am Kirchplatz in Bad Wildungen statt, sind kostenlos und ohne Anmeldung.

Am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr ist es im Kellergeschoss eines Einfamilienhauses im Blumenweg in Welferode, einem Ortsteil von Homberg, zu einem Brand gekommen. Ausgelöst wurde der Alarm, nachdem ein Rauchmelder im Erdgeschoss anschlug. Die beiden Hausbewohner bemerkten daraufhin das Feuer und verständigten umgehend die Leitstelle des Schwalm-Eder-Kreises. Der 62-jährige Bewohner versuchte zunächst, den Brand selbst zu löschen. Dabei zog er sich leichte Brandverletzungen im Gesichtsbereich zu und wurde vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, das er nach kurzer Untersuchung wieder verlassen konnte. Die alarmierten Feuerwehrkräfte aus Homberg, Welferode, Berndshausen und Niederbeisheim brachten den Brand schnell unter Kontrolle. Ein Übergreifen der Flammen auf das Erdgeschoss des Hauses konnte verhindert werden. Noch vor Ort nahmen Brandermittler des zuständigen Fachkommissariats der Regionalen Kriminalinspektion in Homberg die Ermittlungen zur Brandursache auf. Nach derzeitigem Stand war ein technischer Defekt an einem Akkugerät, das sich in der Nähe der hölzernen Kellereingangstür befand, Auslöser des Feuers. Hinweise auf eine Straftat liegen derzeit nicht vor. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.
