Härtetest für das Lagunenbad Willingen
19. November 2025
365 Probeschwimmer simulieren in Willingen den Badebetrieb
Noch hängen Kabel aus der Decke, an den Wänden liegen Werkzeuge bereit und die Eingangstür besteht provisorisch aus Spanplatten – und trotzdem herrscht im neuen Lagunenbad in Willingen an diesem Montagmorgen schon fast regulärer Badebetrieb. 365 Probeschwimmerinnen und Probeschwimmer steigen nacheinander in die Becken, während im Hintergrund weiter gestrichen, gefliest und montiert wird. Mit dieser ungewöhnlichen Mischung aus Baustelle und Badeerlebnis startet einer der wichtigsten Tests der gesamten Sanierungszeit: der Belastungstest unter realen Bedingungen.
Dabei geht es nicht um das Urteil der Besucher, sondern um das, was sie ins Wasser einbringen. Durch ganz normalen Badebetrieb – Bewegung, Haare und natürliche Einträge – sollen Pumpen, Filter und Wasseraufbereitung geprüft werden. Nur wenn die Technik den Test übersteht und die späteren Laborwerte stabil sind, kann das Bad noch in diesem Jahr öffnen.
Bevor es losging, erhielt jede Gruppe eine kurze Einweisung und wurde anschließend von Bademeistern in die jeweiligen Becken begleitet – drinnen wie draußen. Die Testphase dauerte rund eine Stunde, in der alle Teilnehmer in ihren zugewiesenen Becken bleiben mussten. Damit am Ende aussagekräftige Messwerte entstehen, wurde zuvor genau ausgezählt, wie viele Probeschwimmer in welches Becken dürfen. So musste beispielsweise das große Becken mit rund 150 Personen möglichst voll belegt werden, während kleinere Becken mit entsprechend weniger Testschwimmern besetzt wurden.
Bürgermeister Thomas Trachte betonte vor Ort, dass ein solcher Belastungstest vorgeschrieben sei, bevor ein Schwimmbad in Betrieb gehen darf. „Nur unter echten Bedingungen zeigt sich, ob alles funktioniert“, sagte er und dankte zugleich den vielen freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, „die diesen wichtigen Schritt heute überhaupt möglich machen“.
Norbert Lopatta, Leiter des Tourismus- und Kurbetriebs Willingen, erklärte den genauen Ablauf und die Bedeutung des Tests. Die Mischung der Probeschwimmer ergab sich aus den zahlreichen Bewerbungen – vom Schüler bis zum Rentner, vom Paar bis zur Familie. Nach Abschluss des Probeschwimmens werden Proben aus allen Becken und Leitungen entnommen und im Labor untersucht.
„Der Test am Montag ist sehr positiv verlaufen“, berichtete Norbert Lopatta gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Die Technik habe sehr gut und einwandfrei funktioniert. „Die Ergebnisse der manuellen Gegenmessung durch eine händische Probenentnahme werden in circa zwei bis drei Tagen vorliegen. Wir gehen von einem positiven Ergebnis aus“, sagte der Tourismus-Manager.
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Unbekannte sind in eine Grundschule eingebrochen und haben Tablets im Wert von mehreren tausend Euro erbeutet. Der Einbruch soll sich nach Polizeiangaben zwischen Freitagabend, 16. Januar, und Samstagnachmittag, 17. Januar, ereignet haben. Wie die Polizei mitteilt, betraten die Täter in dem Ortsteil im Landkreis Kassel mutmaßlich in diesem Zeitraum das Schulgelände. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gelangten sie über eine unverschlossene Seitentür in das Schulgebäude. Dort öffneten sie gewaltsam die Tür zum Lehrerzimmer und entwendeten einen Teil der schuleigenen Tablets. Außerdem bauten die Unbekannten in einem Klassenzimmer einen Computerbildschirm ab, ließen diesen letztlich aber in der Schule zurück, laut Angaben der Polizei. Anschließend flüchteten die Einbrecher den bisherigen Erkenntnissen zufolge wieder durch den Seiteneingang in unbekannte Richtung. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und fahndet nach den Tätern. Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen im fraglichen Zeitraum rund um die Grundschule in Baunatal-Altenbauna werden von der Polizei entgegengenommen.

Ein Rettungswagen als Gesprächsthema hier, ein Baugerüst als Blickfang dort – dazwischen Schülerinnen und Schüler, die aufmerksam zuhören oder sich zum ersten Mal mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen. In der Wandelhalle Bad Wildungen geht es an diesem Vormittag nicht nur um Informationen, sondern um Eindrücke, Begegnungen und Perspektiven. Der Infotag der Ausbildung bringt junge Menschen und Betriebe aus ganz Waldeck-Frankenberg miteinander ins Gespräch. Rund 50 Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen aus nahezu allen Branchen präsentieren ihre Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten – vom Handwerk über Industrie, Gesundheit und Hotellerie bis zum öffentlichen Dienst. Organisiert wird der Infotag vom Stadtmarketing Bad Wildungen gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg und der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. „Vielleicht geht man heute mal ganz bewusst zu einem Stand, für den man sich eigentlich gar nicht interessiert – und merkt dann, wie spannend dieser Beruf doch sein kann“, sagt Susanne Pitt, zuständig für die Wandelhalle und Organisatorin des Infotags. Genau diese Offenheit sei ihr wichtig. „Alle Gewerke sind vertreten, und die Betriebe kommen aus der gesamten Region.“ Viele Aussteller versuchen, die Schülerinnen und Schüler mit klassischen Werbegeschenken und Aktionen wie Glücksrädern anzusprechen. Von Trinkflaschen über Stofftaschen bis hin zu unzähligen Kugelschreibern sind die Jugendlichen schnell versorgt. Besonders gefragt sind auch die Stände, an denen es etwas zu essen gibt – etwa mit frisch zubereiteten Crêpes. Zusätzlich sollen die Schülerinnen und Schüler mithilfe eines Fragebogens möglichst viele Betriebe gezielt nach deren Ausbildungsprogrammen befragen. Gut angenommen werden Stände, an denen Mitmachen ausdrücklich erwünscht ist. Am Stand des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes steht eine Übungspuppe bereit, an der die Jugendlichen ausprobieren können, was sie bereits über Wiederbelebung wissen. Johannes Seidl und Lea Kriesten erklären dort anschaulich, wie der Alltag im Rettungsdienst aussieht, welche Anforderungen die Ausbildung stellt und wie viel Verantwortung der Beruf mit sich bringt. Dass gerade der Gesundheitsbereich viele Jugendliche interessiert, liegt auch daran, dass zahlreiche Kliniken und Pflegeeinrichtungen vertreten sind. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen die Gelegenheit, sich erstmals einen Überblick zu verschaffen: Welche Kliniken gibt es eigentlich in der Region – und welche Ausbildungswege bieten sie an? Die Zehntklässlerin Lana Becker sagt, sie könne sich gut vorstellen, später in einem Gesundheitsberuf zu arbeiten. Besonders gut finde sie, dass man hier viele Einrichtungen auf einmal kennenlernen könne: „Man arbeitet in der Pflege mit Menschen und hat das Gefühl, wirklich etwas Sinnvolles zu tun.“ Noch nicht alle haben Zukunftspläne Gleichzeitig wird deutlich, dass nicht alle Jugendlichen mit konkreten Ausbildungsplänen in die Wandelhalle gekommen sind. Manche informieren sich gezielt, andere wirken noch unentschlossen. Der Zehntklässler Tim Wagner sagt offen: „Ich weiß ehrlich gesagt noch gar nicht, was ich später machen will. Aber hier sieht man wenigstens mal, was es alles gibt.“ Für ihn sei der Infotag vor allem eine erste Orientierung. Dass genau diese Orientierung wichtig ist, sehen die meisten Aussteller positiv. Gleichzeitig gibt es aber auch kritischere Beobachtungen. Ein Aussteller äußert, dass manche Jugendliche sehr früh auf ein Studium festgelegt seien, ohne sich ernsthaft mit den Möglichkeiten einer Ausbildung auseinanderzusetzen. Zudem gebe es Schülerinnen und Schüler, die den Infotag vor allem als unterrichtsfreien Tag wahrnähmen. „Dann sitzt man hier in der Ecke und wartet, bis die Zeit vorbei ist – dafür ist die Veranstaltung nicht gedacht“, sagt er. Positiv hebt er hervor, dass auch Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern den Weg in die Wandelhalle gefunden hätten. Diese Gespräche seien oft besonders konstruktiv. Für einen besonderen Hingucker sorgt Gerüstbau Kruckow, erstmals überhaupt bei einer Ausbildungsmesse vertreten. Mitten in der Wandelhalle hat das Unternehmen ein hohes Gerüst aufgebaut, das schon von weitem Aufmerksamkeit auf sich zieht. „Wir wollten zeigen, was unseren Beruf ausmacht – Praxis, Höhe und Teamarbeit“, erklärt Lisa Schraps vom Team. Insgesamt nehmen mehr als 550 Schülerinnen und Schüler aus der Region an dem Infotag teil. Vertreten sind unter anderem Klassen des Gustav-Stresemann-Gymnasiums, der Ense-Schule, der Gesamtschule Edertal, der Hans-Viessmann-Schule, der Matthias-Bauer-Schule sowie weiterer Bildungseinrichtungen. Über den Vormittag hinweg entstehen viele Gespräche spontan – oft erst nach dem zweiten oder dritten Stand. „Es geht nicht darum, heute alles festzulegen“, sagt Pitt. „Sondern darum, kennenzulernen, was es hier gibt – und vielleicht einen Gedanken mitzunehmen, der später wichtig wird.“

